Betriebsrentenstärkungsgesetz

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Betriebsrentenstärkungsgesetz: Tarife

 

Verbesserung der steuerlichen Förderung nach §3 Nr. 63 EStG

 

Mit Inkrafttreten des BRSG wird der Förderrahmen von 4% auf 8% der Beitragsbemessungsgrenze erhöht zzgl. Möglichkeit der Vervielfältigung und Nachzahlung. (§3 Nr.63 EStG) Der zusätzliche Steuerfreibetrag von 1.800 Euro pro Jahr entfällt. Die Sozialabgabenfreiheit der Beiträge bleibt weiterhin bei 4%.

 
 

Weitere Verbesserungen für Arbeitnehmer

 

Nachzahlungsmöglichkeit

Vervielfältigungsregelung

Für entgeltlose Zeiten/bei ruhendem Dienstverhältnis z.B. bei Elternzeit, langer Erkrankung oder Auslandsentsendung ohne Bezüge im Inland
Steuerfrei bis 4% der BBG der GRV (West) maximal für 10 Dienstjahre umwandelbar
Für ganze Kalenderjahre, maximal 10 Jahre bis zu je 8% der BBG der GRV (West)
Bei Beendigung eines Dienstverhältnisses
Höchstbetrag 2018: 62.400 Euro
Höchstbetrag 2018: 31.200 Euro
Sozialversicherungsfrei bis einmalig 4% der BBG im Jahr der Nachzahlung
Sozialversicherungsfrei, bis 4% der BBG im Jahr der Umwandlung, soweit die Zahlung nicht als solche beitragsfrei ist (z.B. Abfindungszahlungen)

Mit dem neuen Gesetz erhalten Arbeitnehmer eine Nachzahlungsmöglichkeit. So können Arbeitnehmer für jedes Jahr ohne Gehalt eine Nachzahlung in Höhe von 8% der aktuellen BBG leisten. Dabei können auch die entgeltlosen Jahre, die vor dem 01.01.2018 liegen einbezogen werden, aber höchstens 10 Jahre.

Der Vervielfältigungsbetrag ermittelt sich ab dem 01.01.2018, indem die Dienstzeit (max. 10 Jahre) mit 4 % der aktuellen BBG multipliziert wird. Die Anrechnung schon gezahlter Beiträge entfällt.

 

Neuer Förderbeitrag für Geringverdiener

Einführung eines Förderbeitrags für Arbeitnehmer mit einem Einkommen von max. 2.200 € (brutto) im Monat (nach § 100 EStG):

Arbeitgeber werden vom Staat unterstützt, wenn Sie Geringverdienern ab 2018 einen Zuschuss zur betrieblichen Altersversorgung zahlen. Zahlt der Arbeitgeber für zusätzliche Altersvorsorge mindestens 240 Euro bis höchsten 480 Euro im Jahr ein, so erhält der Arbeitgeber eine staatliche Förderung von 30 Prozent an den Arbeitgeberbeiträgen.



Grafik BRSG Förderbeitrag
 
Direkter Zuschuss für vom Arbeitgeber finanzierte Beiträge zugunsten von Geringverdienern
"Geringverdiener": bis 2.200 Euro monatlicher bzw. 26.400 Euro jährlicher Bruttolohn
Nur im ersten Dienstverhältnis
Gefördert wird ein Arbeitgeberbeitrag von mindestens 240 Euro bis maximal 480 Euro jährlich
Nur für ab dem 01.01.2018 neu oder zusätzlich eingeführte Arbeitgeberbeiträge
Direkte Gutschrift des Zuschusses für den Arbeitgeber über die Lohnabrechnung (Lohnsteuerabzugsverfahren)
Achtung: Ungezillmerte Tarife sind vom Gesetzgeber vorgeschrieben

Verpflichtender Arbeitgeberzuschuss bei Entgeltumwandlung


Schließt ein Arbeitnehmer eine Betriebsrente durch Gehaltsumwandlung ab, so muss der Arbeitgeber in Zukunft einen pauschalen Zuschuss in Höhe von 15% des Umwandlungsbetrages zahlen, soweit er durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge spart. Dies gilt für neue Entgeltumwandlungsvereinbarungen ab dem 01.01.2019 und für bestehende Vereinbarungen ab dem 01.01.2022.

 

Neue Optionsmodelle

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit der Nutzung eines Optionsmodells ("Opting-out"). Dies bedeutet die Einführung einer automatischen Entgeltumwandlung zu einem bestimmten Zeitpunkt. Falls der Mitarbeiter dies nicht wünscht, muss er aktiv widersprechen. Umsetzbar ist dies jedoch nur, falls eine entsprechende Vereinbarung über einen Tarifvertrag besteht.

 
"Opting-out": Vereinbarung der automatischen Teilnahme an der Entgeldumwandlung
Widerspruchsrecht der Arbeitnehmer
Nur über einen Tarifvertrag möglich
Gesetzliche Vorgaben für tarifvertragliche Lösungen zu Informationspflichten
Nicht tarifgebundende Unternehmen können Branchenlösungen übernehmen
Tarifverträge müssen jedoch erst verhandelt und abgeschlossen werden

Eigenvorsorge lohnt sich! Freibetrag in der Sozialhilfe

 

Anrechnungsfreibetrag im Alter und bei Erwerbsminderung

 
 
Für Rentenleistungen aus der bAV, freiwilligen GRV-Beiträgen sowie Renten aus privaten Riester- und Rürup-Verträgen
Sockelfreibetrag 100 Euro zuzüglich 30% der den Sockelbetrag übersteigenden Bezüge, höchstens jedoch 50% der Regelbedarfsstufe I
Ab 01.01.2018 bis zu 208 Euro monatlich mehr verfügbares Einkommen für einen 1-Personen-Haushalt
Maximaler Anrechnungsfreibetrag wird erreicht ab 460 Euro monatlichen Einkünften aus der zusätzlichen Vorsorge

Verbesserungen bei Riester

Für betriebliche Riester-Renten entfällt in der Rentenphase die Beitragspflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung.

 
Grundzulage wird ab 2018 von 154 Euro auf 175 Euro p.a. angehoben.
Bei Kapitalauszahlung aus Riester-Verträgen ist künftig die sog. Fünftelungsregelung nach § 34 Abs. 1 EStG anwendbar. Hierdurch kann sich eine ggf. fällige Steuer reduzieren.
Regelung zum Sonderausgabenabzug (§ 10a EStG) bleibt unverändert.
Beim Wohnriester ist künftig eine Unterbrechung der Eigennutzung von fünf Jahren unschädlich.

Das Sozialpartnermodell

logo_rentenwerk

Gemeinsam haben die Barmenia Lebensversicherung a.G., der Debeka Lebensversicherungsverein a.G., die Gothaer Lebensversicherung AG, die HUK-COBURG-Lebensversicherung AG und die Stuttgarter Lebensversicherung a.G. "Das Rentenwerk" gegründet, um die Sozialpartner bei den Herausforderungen der neuen Betriebsrente im sogenannten „Sozialpartnermodell“ zu unterstützen.
Mit vereinten Kräften, gebündelter Expertise und der Erfahrung fünf starker Gesellschaften gilt es, die Sozialpartner im Kampf gegen Altersarmut zu vereinen und mit einer leistungsstarken Altersvorsorge auszustatten. Das sogenannte Sozialpartnermodell ist eine Vereinbarung über eine betriebliche Altersvorsorge, die Tarifvertragsparteien, also Arbeitgeber und Gewerkschaften, in den Tarifvertrag aufnehmen können. Das Sozialpartnermodell gilt in allen Unternehmen, die dem entsprechenden Tarifvertrag unterliegen. Alle weiteren individuellen Produktangebote der Gothaer unter dem BRSG beziehen sich nicht auf das Sozialpartnermodell.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Rentenwerk .

 

Neues Leistungsangebot für tarifvertragliche Lösungen

Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds
Neu: Reine Beitragszusagen
"Zielrenten" ohne Garantien, auch nicht in der Rentenphase
Nur Rentenleistungen, keine Kapitalauszahlung
AG-Zuschuss von 15% bei Entgeldumwandlung
Sofortige Unverfallbarkeit
"pay and forget" aus Sicht der Arbeitgeber
Mehr Freiraum bie Kapitalanlage da keine Garantien
Optionaler Zusatzbeitrag der Arbeitgeber zur Stabilisierung des Versorgungsniveaus
 

Rahmenbedingungen

Das Sozialpartnermodell gilt in allen Unternehmen, die dem entsprechenden Tarifvertrag unterliegen.
Folgende Bedingungen müssen erfüllt werden:

 
Reine Beitragszusage: Der Arbeitgeber ist lediglich verpflichtet den vereinbarten Beitrag an die Versorgungseinrichtung zu bezahlen.
Keine Garantien
Verpflichtender AG-Zuschuss

Im Sozialpartnermodell hat der Arbeitgeber die Entgeltumwandlung mit 15% zu bezuschussen, soweit Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden. (In Unternehmen ohne Sozialpartnermodell frühestens ab 01.01.2019)
Mögliche Durchführungswege: Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds

 

Beiträge und Leistungen

Es sind keine unmittelbare Mindest- bzw. Garantieleistungen mit dem Arbeitnehmer vereinbart.
Es sind nur laufende Leistungen und keine Kapitalauszahlung möglich.
Sofortige Unverfallbarkeit unabhängig von der Finanzierung.

Kapitalanlage

Tarifvertrag soll zusätzlich ArbG-finanzierten Sicherungsbeitrag vorsehen. Dies dient zur Erhöhung des Kapitaldeckungsgrades oder für eine konservativerere Anlage.
Die Beiträge müssen in einem separaten Anlagestock verwaltet werden.
Tarifparteien mit Recht/Pflicht zur Beteiligung an Steuerung der Kapitalanlage.

Bedeutung für den Arbeitnehmer

Durchführungswege bleiben weiterhin bestehen.
Bestehende Verträge können unverändert weitergeführt werden.
Arbeitnehmer die bereits eine Betriebsrente besitzen profitieren ebenfalls von den Neuerungen.

Bedeutung für das Unternehmen

Die Teilnahme ist nur denen möglich, die der Tarifbindung unterliegen oder wenn der einschlägige Tarifvertrag bei nichttarifgebundene Arbeitgeber dies ermöglicht.
Die verbesserten Rahmenbedingungen betreffen alle Unternehmen.
Unterschiedliche Wirkung, da jede Firma ein individuelles Versorgungssystem hat.
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